Richtig: Es gehört nicht zu den Aufgaben der Post Schoggi, Gummibärchen, Bücher, Post-it, oder Duschköpfe zu verkaufen. Es ist aber auch nicht die Aufgabe der Tankstellen, oder?
Aber warum sollen die das nicht tun? Es ist doch einfach nur die logische Konsequenz seit dem Lädelisterben und ist eine nette Dienstleistung.
Seit dem Vormarsch von Coop und Migros und dem anschliessenden Feldzug von Lidl und Aldi ist in den Dörfern nur noch verbrannte Erde übrig geblieben. Dort wo es früher Quartierlädeli gab und jedes Dorf seinen Metzger und Bäcker hatte, sind heute verlotterte, seit 30 Jahren leerstehende Gewerbeflächen oder es ist unlängst eine Versicherungsfiliale oder ein Coiffeur drin.
Ja, die Grossen haben die Kleinen vertrieben. Und so ein Grossverteiler wie Migros oder Coop schneidet sich natürlich nur das Sahnestück aus dem Kuchen. Die sind sich schon längst viel zu Schade, um in einem kleinen Dorf ein Lädeli zu führen. Entweder es rentiert und es kommt ein "Super-Center" hin oder man gibt die Filiale im Dorf auf. Ja, wo sollen nun alle die Menschen hin, die noch schnell, ein paar Sachen brauchen? Da bleibt oft die einzige Möglichkeit die Tankstelle oder die Post. Wobei die Post den entscheidenden Nachteil hat, dass sie nur normale Ladenöffnungszeiten hat.
Denken wir mal ein bisschen weiter: Bei der fortschreitenden Überalterung sind bald einmal 25% der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt. Mit dem fortschreitenden Alter sinkt die Mobilität. Altersheime werden bald zum Dorfbild gehören wie die Strassenbeleuchtung. Wo sollen dann bitte diese netten, alten Menschen ihr Schoggistängeli holen, wenn sie mit dem Rollator unterwegs sind? Die Kraft reicht höchstens noch bis zur Post. Die letzte Bastion im Dorf. Ja, die Post macht das richtig. Als Quasi-Staatsbetrieb hat sie auch das Monopol bei den Postfilialen und muss ein flächendeckendes Poststellennetz anbieten. Da würde selbst ich, als gelangweilter Postschalterbeamte in meinem verwaisten Dorf gerne ein paar Zusatzdienstleistungen anbieten. Erstes würde meine Aufgabe spannender und abwechslungsreicher und Zweitens würde ich meinem Dorf einen echten Gefallen tun. Ich würde sogar um verlängerte Öffnungszeiten anfragen und Bier, Brot und Käse verkaufen. Poststellen sollen bis um 00.00 Uhr offen haben.
Wenn nun die Post diese Dienstleistungen nicht mehr anbieten darf oder soll, dann bräuchte es unbedingt eine Gesetzesänderung, die den geänderten Bedürfnissen nach längeren Öffnungszeiten gerecht würde. Der Gewerbeverband soll doch bitte nicht diese Dienstleistung der Post nicht als Dorn im Auge sehen sondern eher als Motivation es ihr gleich zu tun und etwas in Richtung Liberalisierung unternehmen. Neid und Missgunst und Verhinderungsstrategien sind kein Konzept. Ich bin überzeugt, dass viele Kleinunternehmer gerne einen Dorfladen betreiben würden. Ebnet denen den Weg. Schaut mal in England oder den USA. Dort gibt es alle paar 100 Meter ein Quartierlädeli, das auf 10m2 einfach alles, vielleicht mit Ausnahme vom Rasenmäher, anbietet.
Wäre es möglich, hätte ich sofort ein Quartierlädeli. Am Besten gleich neben der Alterssiedlung.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Aber warum sollen die das nicht tun? Es ist doch einfach nur die logische Konsequenz seit dem Lädelisterben und ist eine nette Dienstleistung.
Seit dem Vormarsch von Coop und Migros und dem anschliessenden Feldzug von Lidl und Aldi ist in den Dörfern nur noch verbrannte Erde übrig geblieben. Dort wo es früher Quartierlädeli gab und jedes Dorf seinen Metzger und Bäcker hatte, sind heute verlotterte, seit 30 Jahren leerstehende Gewerbeflächen oder es ist unlängst eine Versicherungsfiliale oder ein Coiffeur drin.
Ja, die Grossen haben die Kleinen vertrieben. Und so ein Grossverteiler wie Migros oder Coop schneidet sich natürlich nur das Sahnestück aus dem Kuchen. Die sind sich schon längst viel zu Schade, um in einem kleinen Dorf ein Lädeli zu führen. Entweder es rentiert und es kommt ein "Super-Center" hin oder man gibt die Filiale im Dorf auf. Ja, wo sollen nun alle die Menschen hin, die noch schnell, ein paar Sachen brauchen? Da bleibt oft die einzige Möglichkeit die Tankstelle oder die Post. Wobei die Post den entscheidenden Nachteil hat, dass sie nur normale Ladenöffnungszeiten hat.
Denken wir mal ein bisschen weiter: Bei der fortschreitenden Überalterung sind bald einmal 25% der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt. Mit dem fortschreitenden Alter sinkt die Mobilität. Altersheime werden bald zum Dorfbild gehören wie die Strassenbeleuchtung. Wo sollen dann bitte diese netten, alten Menschen ihr Schoggistängeli holen, wenn sie mit dem Rollator unterwegs sind? Die Kraft reicht höchstens noch bis zur Post. Die letzte Bastion im Dorf. Ja, die Post macht das richtig. Als Quasi-Staatsbetrieb hat sie auch das Monopol bei den Postfilialen und muss ein flächendeckendes Poststellennetz anbieten. Da würde selbst ich, als gelangweilter Postschalterbeamte in meinem verwaisten Dorf gerne ein paar Zusatzdienstleistungen anbieten. Erstes würde meine Aufgabe spannender und abwechslungsreicher und Zweitens würde ich meinem Dorf einen echten Gefallen tun. Ich würde sogar um verlängerte Öffnungszeiten anfragen und Bier, Brot und Käse verkaufen. Poststellen sollen bis um 00.00 Uhr offen haben.
Wenn nun die Post diese Dienstleistungen nicht mehr anbieten darf oder soll, dann bräuchte es unbedingt eine Gesetzesänderung, die den geänderten Bedürfnissen nach längeren Öffnungszeiten gerecht würde. Der Gewerbeverband soll doch bitte nicht diese Dienstleistung der Post nicht als Dorn im Auge sehen sondern eher als Motivation es ihr gleich zu tun und etwas in Richtung Liberalisierung unternehmen. Neid und Missgunst und Verhinderungsstrategien sind kein Konzept. Ich bin überzeugt, dass viele Kleinunternehmer gerne einen Dorfladen betreiben würden. Ebnet denen den Weg. Schaut mal in England oder den USA. Dort gibt es alle paar 100 Meter ein Quartierlädeli, das auf 10m2 einfach alles, vielleicht mit Ausnahme vom Rasenmäher, anbietet.
Wäre es möglich, hätte ich sofort ein Quartierlädeli. Am Besten gleich neben der Alterssiedlung.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus

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