Freitag, 15. Januar 2016

Die Rettung der Skiregionen

Wir alle wissen es: Der Schweizer Schneetourismus ist brutal in der Krise. Allein diese Weihnachten verzeichneten die Skiregionen minus 30 Prozent Übernachtungen.
 
In der Vergangenheit waren die Weihnachtsferien die Cash-Cows der Skiregionen. Über die Feiertage wurden die Touristen nach allen Regeln der Kunst gemolken - jedenfalls deren Portemonnaies. In der tief verschneiten, idyllischen Heidiwelt wurde dies nur zu gerne in Kauf genommen. Hauptsache man bekam noch ein Zimmer.
Aber der Klimawandel machte auch in den Bergen nicht halt und es war in den letzten Jahren an Weihnachten weder verschneit noch idyllisch. Es war eher braun, viel zu warm und verregnet. Jetzt geht es den Skiregionen ums nackte Überleben. Da muss was passieren.


Wir sind in einem Zeitalter angelangt, wo man nicht mehr mit Vernunft argumentiert sondern mit Wirtschaftsfaktoren. Damit sind der Erhalt von Rendite und Arbeitsplätzen gemeint. Diesen beiden Prioritäten wird alles untergeordnet. Das ist verständlich, denn jedermann muss ja seine Rechnungen Ende Monat bezahlen.

Nun gibt es zwei Arten wie wir das Problem lösen können:
- Die Griechische: Wir bezahlen die Rechnungen einfach nicht mehr
- Die Innovative: Wir lassen uns etwas ganz Neues einfallen


Ich bin für die innovative Variante. Die Griechische Methode gibt es schon und wird zu genüge nachgeahmt.


Nun, es ist normal, dass jeder sofort nach innovativen Lösungen schreit, wenn er mit seinem Latein am Ende ist. Aber wirkliche Innovationen steuert keiner bei. Okay, der Flaschengeist, wäre nicht der Flaschengeist, wenn er nicht bereits eine bestechende Innovation in petto hätte.


Aber zuerst einmal: Was ist überhaupt Innovation? Innovation heisst „Erneuerung“.
„Die Innovation ist ein willentlicher und gezielter Veränderungsprozess hin zu etwas Erstmaligem das Wirtschaft und Gesellschaft wandelt“.

 
Jeder von uns spürt, dass unser Winter etwas Neues braucht. Eine Innovation die alles bisher dagewesene verändert und vergessen macht. Damit sind nicht etwa noch mehr Schneekanonen oder Skilifte gemeint.


Das Problem: An Weihnachten hat es zu wenig Schnee! Der Schnee kommt immer zu spät. Erst wenn die Weihnachtsferien schon vorbei sind.


Die Lösung: Wir wechseln von unserem Gregorianischen Kalender zum Julianischen Kalender. So wie ihn die Orthodoxe Ostkirche anwendet.


Gemäss dem Julianischen Kalender ist Weihnachten nämlich am 7. Januar!!
Voilà, damit hätten die Skiregionen 2 Wochen gewonnen und mehr als genug Schnee.


Innovationen sind immer bestechend einfach. Wir müssten nur administrativ unseren Kalender neu organisieren und schon wären alle Probleme für Wirtschaft und Gesellschaft gelöst. Und für die Kirchen sollte das wirklich kein Problem darstellen. Der Julianische Kalender wurde von Julius Caesar vor über 2000 Jahren eingeführt. Seither wird gestritten und das können die Kirchen ja besonders gut.


Für mich ist der Fall klar: Der Beweis, dass Julius Caesar gelebt hat, ist erbracht und verbrieft. Die Sagen und Ranken um klein Jesulein werden hingegen eine kleine Kalenderkorrektur zum Wohle der Skiregionen ertragen können. Die Schneesport-Industrie dankts auf alle Fälle. Ein kleiner Schritt für’s Christentum ein grosser Schritt für die Menschheit.


In diesem Sinne: Stellt Eure Agenda auf den Julianische Kalender um und rettet damit die Skiregionen!


Schönes Weekend
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist

Markus