Ja, das verflixte 7. Jahr! Es hat wohl was, dass man im 7. Jahr hart auf die Probe gestellt wird. Egal - ich kämpfe. Unsere Beziehung ist mir wichtig. Ich habe in diese Beziehung investiert und so schnell gebe ich nicht auf.
Ja ich erinnere mich noch gut zurück. War es Liebe auf den ersten Blick? Nein, das war es ganz bestimmt nicht. Lange haben wir einander umkreist wie Hund und Katz, haben nicht gewusst ob wir Reissaus nehmen sollen, mit dem Mut des Verzweifelten angreifen oder eine Vernunftbeziehung eingehen sollen.
Nein, ein Quicki war das wirklich nicht. Zwei Jahre haben wir uns beschnuppert, bis es endlich offiziell wurde:
Das DEEP UNDERGROUND und das 2ND FRIDAY gehen eine Partnerschaft ein. Ganz langsam, mit viel Gefühl, Kreativität und ganz viel Ehrgeiz sind wir Macher die Beziehung angegangen. Aus dieser magischen Beziehung ist dann das ELEVEN entsprungen. Aber schon, nach nicht einmal 2 Jahren, mussten wir schmerzlich mitteilen, dass eines unserer Kinder ganz still und heimlich während der Sommerpause von uns gegangen war: Den Todesstoss hat es hinterrücks von den Vermietern erhalten. Die Vermieter hatten den Vertrag mit dem Kultclub DEEP UNDERGROUND über Nacht gekündet. Aus und Vorbei. Heute ist diese Kultstätte ein Gerümpellager und Archiv und Solothurn hat einen Publikumsmagneten weniger.
Tja und wie es in jeder Beziehung so ist, haben wir uns dann umso intensiver um unser verbliebenes Baby gekümmert - das ELEVEN. Sieben Jahre lang ist es gediehen und gewachsen, ist richtig gross geworden. Der Ruf des ELEVEN wird zwischen Bern und Zürich ganz deutlich gehört, so kräftig und selbstsicher ist seine Stimme geworden.
Doch auch bei unserem verbliebenen Baby, dem ELEVEN, wurde vor 3 Jahren eine unheilbare Krankheit diagnostiziert - Ein Geschwür im Endstadium. Der Fachbegriff für die unheilbare Krankheit heisst: „Cras amet tenens“ was soviel heisst wie: „Der Club passt nicht mehr zur zukünftigen Mieterstruktur“. Welche zukünftige Mieterstruktur da gemeint ist, entzieht sich unseren Kenntnissen und hat uns auch nicht zu kümmern. Diagnose ist Diagnose. Wer hört schon gerne die Wahrheit wenn sie schmerzt?
Dieses Wochenende gehen also auch beim letzten Solothurner Club die Lichter aus. Das ELEVEN wird nicht mehr sein wie es heute war. Ein düsteres Tal wird sich vor uns auftun und der Weg hindurch wird steinig und dornig sein. Aber wir werden ihn beschreiten, denn welche Eltern lassen schon ihre Kinder im Stich? Das Jammertal wird sich vor uns auftun und wir werden den Weg wieder hinaus finden. Es gibt nie nur einen Weg. Es gibt immer Kreuzungen mit neuen Richtungen. Und wegweisend waren wir schon immer.
Also werden wir dieses Wochenende feiern als gäbe es kein Morgen mehr. Wir werden nichts bereuen. Jedes Ende ist automatisch der Anfang von etwas Neuem. Wir freuen uns auf das Neue, auf das Ungewisse. Wir freuen uns, dass wir mit der Kraft einer Löwenmutter die nichts zu verlieren hat, für ein neues ELEVEN kämpfen dürfen. Der Übergang wird nicht naht- und spurlos sein. Aber keine Angst, ab September sind wir wieder für Euch da. Lasst Euch überraschen.
Die Eltern Markus & Olcay
ELEVEN - We love You!
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Ja ich erinnere mich noch gut zurück. War es Liebe auf den ersten Blick? Nein, das war es ganz bestimmt nicht. Lange haben wir einander umkreist wie Hund und Katz, haben nicht gewusst ob wir Reissaus nehmen sollen, mit dem Mut des Verzweifelten angreifen oder eine Vernunftbeziehung eingehen sollen.
Nein, ein Quicki war das wirklich nicht. Zwei Jahre haben wir uns beschnuppert, bis es endlich offiziell wurde:
Das DEEP UNDERGROUND und das 2ND FRIDAY gehen eine Partnerschaft ein. Ganz langsam, mit viel Gefühl, Kreativität und ganz viel Ehrgeiz sind wir Macher die Beziehung angegangen. Aus dieser magischen Beziehung ist dann das ELEVEN entsprungen. Aber schon, nach nicht einmal 2 Jahren, mussten wir schmerzlich mitteilen, dass eines unserer Kinder ganz still und heimlich während der Sommerpause von uns gegangen war: Den Todesstoss hat es hinterrücks von den Vermietern erhalten. Die Vermieter hatten den Vertrag mit dem Kultclub DEEP UNDERGROUND über Nacht gekündet. Aus und Vorbei. Heute ist diese Kultstätte ein Gerümpellager und Archiv und Solothurn hat einen Publikumsmagneten weniger.
Tja und wie es in jeder Beziehung so ist, haben wir uns dann umso intensiver um unser verbliebenes Baby gekümmert - das ELEVEN. Sieben Jahre lang ist es gediehen und gewachsen, ist richtig gross geworden. Der Ruf des ELEVEN wird zwischen Bern und Zürich ganz deutlich gehört, so kräftig und selbstsicher ist seine Stimme geworden.
Doch auch bei unserem verbliebenen Baby, dem ELEVEN, wurde vor 3 Jahren eine unheilbare Krankheit diagnostiziert - Ein Geschwür im Endstadium. Der Fachbegriff für die unheilbare Krankheit heisst: „Cras amet tenens“ was soviel heisst wie: „Der Club passt nicht mehr zur zukünftigen Mieterstruktur“. Welche zukünftige Mieterstruktur da gemeint ist, entzieht sich unseren Kenntnissen und hat uns auch nicht zu kümmern. Diagnose ist Diagnose. Wer hört schon gerne die Wahrheit wenn sie schmerzt?Dieses Wochenende gehen also auch beim letzten Solothurner Club die Lichter aus. Das ELEVEN wird nicht mehr sein wie es heute war. Ein düsteres Tal wird sich vor uns auftun und der Weg hindurch wird steinig und dornig sein. Aber wir werden ihn beschreiten, denn welche Eltern lassen schon ihre Kinder im Stich? Das Jammertal wird sich vor uns auftun und wir werden den Weg wieder hinaus finden. Es gibt nie nur einen Weg. Es gibt immer Kreuzungen mit neuen Richtungen. Und wegweisend waren wir schon immer.
Also werden wir dieses Wochenende feiern als gäbe es kein Morgen mehr. Wir werden nichts bereuen. Jedes Ende ist automatisch der Anfang von etwas Neuem. Wir freuen uns auf das Neue, auf das Ungewisse. Wir freuen uns, dass wir mit der Kraft einer Löwenmutter die nichts zu verlieren hat, für ein neues ELEVEN kämpfen dürfen. Der Übergang wird nicht naht- und spurlos sein. Aber keine Angst, ab September sind wir wieder für Euch da. Lasst Euch überraschen.
Die Eltern Markus & Olcay
ELEVEN - We love You!
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
