Solothurn, genauer gesagt der Kanton Solothurn, macht seinem Ruf als Trittbrettfahrer wieder mal alle Ehre. Okay, wir könnten auch sagen Solothurn, die Stadt Solothurn - also die Kantonshauptstadt - macht ihrem Ruf als verschlafenes, langweiliges Städtchen wieder mal alle Ehre. Ich vermische mal munter Solothurn und Solothurn - das ist einfacher und kümmern tut's eh niemanden.
Solothurn rühmt sich, idealer Standort für die Medizinaltechnik zu sein. So stehen bei uns Weltfirmen wie Synthes, Stryker, Ypsomed oder Mathys und entwickeln und produzieren hier ihre Produkte, weil sie bei uns die notwendigen Kompetenzen für Innovation, Material und Präzision finden. Genial! Ich bin wirklich froh glauben diese Firmen an unseren Wirtschaftsstandort.
Gemäss unserer Wirtschaftsförderung bietet Solothurn der Zukunftsbranche den idealen Nährboden. Ergo ist es dann auch ganz wichtig, dass dieser Nährboden ständig gedüngt wird. Andere Branchen sind auf unserem Boden elendiglich eingegangen. So verschwanden in den letzten Jahren zum Beispiel die Papierfabrik Biberist, der Maschinenhersteller Sulzer und die Zellulosefabrik Attisholz. Um nur einige der ganz grossen zu nennen. Mit ihnen verschwanden ein paar Tausend Arbeitsplätze.
Jeder Boden - vor allem der, der uns ernährt - muss gehegt und gepflegt werden. Aber anscheinend sieht das unsere Regierung nicht so und hat es verpasst, sich als Standort für einen Innovationspark zu bewerben. Solothurn hatte es notabene als einer der einzigen Kantone nicht nötig sich zu bewerben. Alle anderen sahen in der Bewerbung eine Riesenchance.
Es kommt mir vor wie damals, genauer gesagt 2007, als Solothurn es verpasste sich im Zuge der "Neuen Regionalpolitik" (NRP), für Bundesgelder in der Höhe von ca. 3 Millionen zu bewerben. Davon wären 1,4 Millionen à-fonds-perdu gewesen. Einfach vergessen.
Jetzt erzählt uns, unsere Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler, man habe es überprüft, aber tatsächlich nicht mitmachen wollen. Es wäre zu teuer. Aber selbstverständlich würde man gerne als Trittbrettfahrer mitmachen, wenn der Standort in einem Nachbarkanton wäre. Aber dies natürlich auch nur unter gewissen Bedingungen.
Tja, armes Solothurn! Wir sind zwar Standort von ein paar Weltfirmen, und weltmännischem Personal, aber haben weder eine Universität im Kanton noch sind wir Willens eine Denkschmiede und Forschungszentrum zu bauen. Woher sollen dann bitte diese Innovationsfirmen ihr Know-how herholen? Von der Strasse oder von den paar Fachhochschulen im Kanton?
Da braucht es schon mehr. Die Schweiz isoliert sich immer mehr und wir haben nunmal keine natürlichen Ressourcen - ausser dem Faktor Menschen und Kapital. Und diese beiden Faktoren sollten wir schleunigst effizienter einsetzen. Wenn wir uns nicht weiter abgrenzen wollen, dann müssen wir einen Nährboden für Forschung und Entwicklung schaffen. Und das beginnt mit der Regierung und der Ausrichtung ihrer Wirtschaftspolitik. Wenn man einem Innovationspark vorneweg eine Absage erteilt, dann kommt das einer Kapitulation gleich. Armes Solothurn.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Solothurn rühmt sich, idealer Standort für die Medizinaltechnik zu sein. So stehen bei uns Weltfirmen wie Synthes, Stryker, Ypsomed oder Mathys und entwickeln und produzieren hier ihre Produkte, weil sie bei uns die notwendigen Kompetenzen für Innovation, Material und Präzision finden. Genial! Ich bin wirklich froh glauben diese Firmen an unseren Wirtschaftsstandort.
Gemäss unserer Wirtschaftsförderung bietet Solothurn der Zukunftsbranche den idealen Nährboden. Ergo ist es dann auch ganz wichtig, dass dieser Nährboden ständig gedüngt wird. Andere Branchen sind auf unserem Boden elendiglich eingegangen. So verschwanden in den letzten Jahren zum Beispiel die Papierfabrik Biberist, der Maschinenhersteller Sulzer und die Zellulosefabrik Attisholz. Um nur einige der ganz grossen zu nennen. Mit ihnen verschwanden ein paar Tausend Arbeitsplätze.
Jeder Boden - vor allem der, der uns ernährt - muss gehegt und gepflegt werden. Aber anscheinend sieht das unsere Regierung nicht so und hat es verpasst, sich als Standort für einen Innovationspark zu bewerben. Solothurn hatte es notabene als einer der einzigen Kantone nicht nötig sich zu bewerben. Alle anderen sahen in der Bewerbung eine Riesenchance.
Es kommt mir vor wie damals, genauer gesagt 2007, als Solothurn es verpasste sich im Zuge der "Neuen Regionalpolitik" (NRP), für Bundesgelder in der Höhe von ca. 3 Millionen zu bewerben. Davon wären 1,4 Millionen à-fonds-perdu gewesen. Einfach vergessen.
Jetzt erzählt uns, unsere Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler, man habe es überprüft, aber tatsächlich nicht mitmachen wollen. Es wäre zu teuer. Aber selbstverständlich würde man gerne als Trittbrettfahrer mitmachen, wenn der Standort in einem Nachbarkanton wäre. Aber dies natürlich auch nur unter gewissen Bedingungen.
Tja, armes Solothurn! Wir sind zwar Standort von ein paar Weltfirmen, und weltmännischem Personal, aber haben weder eine Universität im Kanton noch sind wir Willens eine Denkschmiede und Forschungszentrum zu bauen. Woher sollen dann bitte diese Innovationsfirmen ihr Know-how herholen? Von der Strasse oder von den paar Fachhochschulen im Kanton?
Da braucht es schon mehr. Die Schweiz isoliert sich immer mehr und wir haben nunmal keine natürlichen Ressourcen - ausser dem Faktor Menschen und Kapital. Und diese beiden Faktoren sollten wir schleunigst effizienter einsetzen. Wenn wir uns nicht weiter abgrenzen wollen, dann müssen wir einen Nährboden für Forschung und Entwicklung schaffen. Und das beginnt mit der Regierung und der Ausrichtung ihrer Wirtschaftspolitik. Wenn man einem Innovationspark vorneweg eine Absage erteilt, dann kommt das einer Kapitulation gleich. Armes Solothurn.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus

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