Freitag, 29. November 2013

Vitamin D und alles wird gut

Also dieser Blogg hier ist kein Arzneimittel und ihr müsst nicht die Packungsbeilage lesen oder zum Arzt rennen. Einfach locker und gut drauf bleiben.

Wie ihr alle wisst, sind Vitamine etwas ganz Wichtiges und Gutes für die Gesundheit. Das muss so auch so sein, mindestens seit auf allen Lebensmitteldeklarationen immer ganz prominent der Vitamingehalt aufgedruckt ist und Mama beim Essen immer gesagt hat: "Schön aufessen mein Junge, da sind ganz viel Vitamine drin damit Du gross und stark wirst"! Gross bin ich geworden, stark leider nicht. Es waren wohl zuwenig Vitamine drin.

Eine Langzeitstudie des "Copenhagen Universtiy Hospital" über 29 Jahre hinweg und 10'170 Probanden (heisst Teilnehmer) hat ergeben, dass wenn man einen hohen Spiegel an Vitamin D hat, eine 81% geringere Chance besteht aufgrund eines tödlichen Herzinfarktes, die Harfe zu fassen. Das ist mal eine gute Nachricht.

Aber Vitamin D kann noch viel mehr. Wer einen genügend hohen Vitamin D Spiegel hat, der verbessert zum Beispiel seine Chance echt gut, nicht an Multiple Sklerose, Morbus Crohn eine chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Osteoporose, Diabetes oder Hautflechten zu bekommen.

Nun wichtig zu wissen ist: "Wie kommt eigentlich das Vitamin D in unseren Körper"? Über die Nahrung kann man davon nie genug bekommen. Man müsste nämlich täglich ungefähr 2kg Lachs essen oder ca. 300 Liter Vollmilch trinken - na dann Prost.

Aber die Natur ist genial und hat auf alles eine Antwort. Unsere Haut produziert nämlich mittels lichtinduzierter Synthese, also durch Sonnenbestrahlung, täglich zwischen 250 bis 500 µg (Mikrogramm also Tausendstellgramm) Vitamin D. Also unser Körper stellt das Vitamin D selbst her. Das ist eine grosse Besonderheit, denn definitionsgemäss sind Vitamine Substanzen, die der Körper selbst nicht herstellen kann, aber zum Leben benötigt werden und daher zugeführt werden müssen. Eigentlich ist somit das Vitamin D gar kein Vitamin sondern ein "Prohormon".



Das Deprimierende
Vitamin D Mangel führt zu einem höheren Depressions-Risiko. Fazit: Der Lichtmangel im Winter verhindert eine genügende Vitamin D Produktion. Gerade jetzt wenn die Tage kürzer sind, oft Nebel den Himmel verdeckt und wir bis zur Nasenspitze unsere Haut mit dicken Kleiderschichten verdecken ist das besonders extrem. Ja genau, gut gemerkt: Von nun an könnt ihr dem mangelnden Sonnenlicht die Schuld geben wenn ihr mürrisch, depressiv, launisch oder sonst unausstehlich seid. Also, gleich mal 2-3 Vitamin D Tabletten einschmeissen.

Die Rettung
Noch besser ist Vitamin D in flüssiger Form einzunehmen. Täglich 1-2 Tropfen und Dir scheint die Sonne aus dem Herzen. Also immer dran denken, wenn man mies drauf ist: Raus an die frische Luft, ins Solarium oder eine kleine Schocktherapie mit Vitamin D.

Ab heute gilt folgendes: 

Nicht mehr fragen "Wie geht's"? sondern "Hast Du Dein Vitamin D schon gehabt"?


Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus

Montag, 25. November 2013

Sissi ist schuld

Endlich kommt der Sommer und damit die lauen Sommernächte. Für die meisten von uns ist damit Strandfeeling, Grillparty und savoir-vivre angesagt. Aber dann gibt es da noch die Sissis.

Und für die Sissis muss dann an so einem Prachtswochenende einfach alles Stimmen: Wetter, Kleidergrösse, Monatszyklus, Sternekonstellation, Freunde, Partyservice und natürlich die rührselige Predigt des Pfarrers. 


Ja ihr ahnt es:  Die Rede ist vom Heiraten, vom Bund für’s Leben. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Schön gibt’s noch Paar, die den Mut haben den Bunde für’s Leben zu schliessen. Wobei auch das sollte man mal überdenken. Ich mache das mal für Euch:

Früher, als man das Heiraten erfunden hatte und vor den Altar trat, da wurde der Durchschnittsmensch gerade mal 40 Jahre alt. Also war man im Schnitt knackige 20 Jahre verheiratet. Da konnte man locker das Ehegelübte abgeben – dauerte ja nicht so lange bis zur eigenen Beerdigung. Heute wird man im Schnitt gegen 75 Jahre alt. Also kein Wunder nimmt man sich im Laufe dieser Zeit einen 2. oder auch 3. Ehepartner. Also ich will euch nicht entmutigen...

Alles muss perfekt sein für DEN Tag. Da bereitet man sich schon mal locker ein Jahr lang drauf vor. Es gibt schliesslich Wartelisten bei den Kapellen. So eine Hochzeit ist ein Projekt und die Beziehung wird da schon auch mal auf die Probe gestellt. Bei so vielen wichtigen Entscheidungen wie: Sollen wir die Cousine der Schwester meiner Mutter auch einladen? Sollen wir Opa neben die Tür setzen, der hat’s doch mit der Blase? Basteln wir die Tischkärtchen selber oder kaufen wir sie lieber? ...  




Aber nun kommt die Frage der Fragen: Wer ist bei den Hochzeitsvorbereitungen jeweils die treibende Kraft – Genau, die Frau! Und wer ist Schuld daran – Sissi! Dieser Film liegt in den Genen jeder Frau. Einmal heiraten wie Sissi – das ist spielen wie mit Barbies. Hätte es doch den Sissi Film von 1955 nie gegeben. Dann würde heute geheiratet, zack bumm, geile Party, viel Alkohol und fertig. Aber dieses ganze Brimborium um das Heiraten herum... Frauen: Wir lieben Euch auch so.

Freitag, 22. November 2013

Welttoilettentag

Am 19. November war Welttoilettentag - Ja, auch das gibt's und wir wurden informiert, dass jährlich mehr als 800'000 Menschen weltweit infolge von Durchfall sterben. Diese Durchfallerkrankungen rühren sehr oft daher, dass die Menschen ihre Notdurft unter freiem Himmel verrichten mussten und nicht auf einer sauberen Toilette.

Holy Shit -  das ist sehr, sehr tragisch. Das ist furchtbar. Echt versch...

Aber weder Ban Ki Moon noch sonst jemand bei der UN oder der WHO hat die Konsequenz von schönen, reinen, blank polierten Toiletten in ihre Milchbüechli-Rechnung einbezogen. Wie immer bleibt mir nichts anderes übrig, als dies für Euch zu tun. Nun kommt sie, die erschütternde und ungeschminkte Wahrheit, ungefiltert von vierlagigem Klopapier:

Also folgende Zahlen habe ich mal recherchiert - und die sind wirklich wahr:

Mehr als 2,6 Milliarden Menschen leben laut den Vereinten Nationen ohne eine ausreichende Sanitärversorgung. Betroffen sind vor allem Arme auf dem Land und Bewohner von Slums in Städten. Viele müssen ihre Notdurft ungeschützt im Freien verrichten - so gelangen Fäkalien ungehindert ins Wasser. Also Folge davon sterben wie erwähnt mehr als 800'000 Menschen. Das ist erschütternd!


Aber wisst ihr auch, wo sich die meisten tödlichen Freizeitunfälle ereignen? Nein?
Dann passt mal ganz gut auf, wenn ihr das nächste Mal auf die Toilette geht.
Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich durch stolpern und ausrutschen im Badezimmern! Voilà, jetzt wisst ihr's!

In Österreich sterben zum Beispiel täglich 5 Senioren an der Folge von Unfällen im Badezimmer.

Weltweit sind das jährlich 540'000 Menschen die infolge eines Sturzes sterben und die meisten Stürze ereignen sich im keimfreien Badezimmer. Eigentlich tragisch, denn hätte man sich entschlossen, sein Häufchen im Garten hinterm Baum zu machen, wäre das nicht passiert.

Hätte nun die gesamte Weltbevölkerung, also 7 Milliarden Menschen, Zugang zu sauberen Toiletten mit Meister Proper-Finish, dann würden rein rechnerisch 859'000 Menschen infolge Ausrutschen im Badezimmer sterben.

Also nun frage ich Euch: Was ist schlimmer?

800'000 Mitmenschen die infolge einer Durchfallerkrankung sterben oder
859'000 ahnungslose Bürger die tragischerweise durch Ausrutschen im Badezimmer sterben? Häää??

Okay, sich eine Durchfallerkrankung zu holen, weil man hinter den falschen Baum gesch… hat, das ist echt nicht lustig.
Aber ahnungslos auf dem Gang zur Toilette ausrutschen und sterben, dass ist noch furchtbarer.

Die Schlussfolgerung: Absolut gesehen kommen mehr Menschen beim Gang auf die saubere Toilette ums Leben als beim Schiss hinterm Busch.

Liebe WHO, ich sehe da Handlungsbedarf!

Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus

Freitag, 15. November 2013

Was kostet ein Adventskalender?


Ohje, da wird wieder mal viel Lärm um Nichts gemacht. Ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein riesen Tamtam und Geschrei um unsere eigene Faulheit und Dummheit. Es geht mal wieder im Sauseschritt auf die, ach so seelige, Gnadenbringende Weihnachtszeit zu. Ausgerechnet immer dann neigt der Mensch zu unerklärlichen Stress- und Gerechtigkeitssymptomen.

Empörte Eltern, Gotten und Göttis wenden sich an die Konsumentenschützer und an Verbraucherorganisationen und plärren ihnen die Ohren wegen Betrug und Ungerechtigkeit vor, wegen ungerechtfertigter Bereicherung, Abzockerei und Mogelpackungen. Da haben doch die ganz gewieften Konsumenten herausgefunden, dass bei einem Adventskalender mit Schokolade, die Schokolade mehr als doppelt so teuer ist, was sie normalerweise kosten würde. Dafür bekommt man aber auch 24 Türchen.

Ja richtig, das ist eine völlig unchristliche Abzockerei - aber mal ehrlich: Was hat Weihnachten im Jahre 2013 noch mit Christlichkeit und dem Fest der Liebe gemeinsam? Hallo, wir sind im Jahre 2013 dem Zeitalter der Marktwirtschaft und des Kapitalismus, des Stresses, des "Habe keine Zeit", der Kinderhorte und der selbstgekauften Weihnachtsgeschenke.



Tja, wenn man nun mal zuwenig Zeit hat oder zuwenig Liebe empfindet einen "härzig, süssen Adventskalender" für sein Kind zu basteln, dann nimmt man Geld in die Hand und bezahlt für diese Faulheit. Oder anders ausgedrückt: Mir ist es Wert, einen überteuerten Adventskalender mit 24 Türchen und Schokolade dahinter, im Laden zu kaufen. Dafür habe ich Zeit und Nerven gespart. Für diesen Vorteil blättere ich halt eine Stange Geld hin. Ohne zu murren bitte.

Wenn es mir aber wertvoller erscheint meinem Kind, Göttibueb oder Meitschi einen Kalender zu basteln dann tue ich das. Dafür kann ich auch selbst aussuchen welche Zutaten ich nehme und was ich dafür ausgebe. Ausser ein bisschen Bastelutensilien braucht es nur etwas Fantasie, Zeit und Liebe - aber wer hat das schon?

Also nicht murren und entweder basteln oder Adventskalender kaufen und sorgenfrei leben.



Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche

Euer Flaschengeist
Markus

Freitag, 8. November 2013

12 : 1 aber sofort!

Im Prinzip verstösst es gegen meine ethischen Regeln diesen Newsletter als politisches Blasinstrument zu missbrauchen. Aber pahh, was hat Politik schon mit Ethik gemeinsam? Darum posaune ich es hier offen und ehrlich heraus:

Her mit der 1:12 Initiative. Ich will sie!

Warum?

Weil ich dann verdammt noch mal das Recht hätte, 12 x mehr zu verdienen, als der Mitarbeiter mit dem geringsten Lohn = 12 : 1. Cool, ab Dezember hätte ich somit einen Lohn von sage und schreibe 48'000.00 Schwiizer Fränkli! Da sag ich nur: "Schrei vor Glück"!

Für mich als simplen Flaschengeist ist der Umkehrschluss nur logisch - Nein, ich fordere ihn sogar: Wenn schon die Topsaläre der Topmanager der Topfirmen kontrolliert werden und maximal 12 x so hoch sein dürfen, wie die des kleinsten Mitarbeiters, dann muss ja wohl auch sichergestellt werden, dass der Chef einer kleinen KMU mindestens 12 x mehr als sein Mitarbeiter verdient. Voilà!



Wie das? Nichts einfacher als das.

Also wenn nun am 24. November 2013 die 1:12 Initiative angenommen wird und Bitte: stimmt JA, ich will schliesslich 48'000 Franken Lohn, dann hätte das eine Änderung der Schweizer Bundesverfassung zur Folge.

Das Parlament müsste dann das OR - Obligationenrecht anpassen. Das OR regelt das Privatrecht wie auch Gesellschaftsrecht und Arbeitsvertrag in der Schweiz. Ein Missachtung des OR hätte dann eine Strafverfolgung gemäss Strafgesetzbuch zur Folge. Im Strafgesetzbuch würde geregelt, wie hoch die Strafe für eine überrissene Lohnzahlung wäre:

Also wenn nun die Firma X statt einen Lohn von maximal 1:12 einen Lohn von 1:50 ausbezahlt, dann wäre das beim Mindestlohn von 4'000 Franken für den Topmanager 200'000 Franken Monatslohn. Das wäre gemäss Strafgesetzbuch ein krasses Verbrechen und die Firma X würde sehr empfindlich bestraft werden. Die Busse müsste mindestens 1 Million Franken im Monat sein. Sonst würde die Firma X die Busse einfach mit dem Portokässeli bezahlen und alle würden sich ins Fäustchen lachen.

Wie immer streicht dann die Bundeskasse diese Bussen ein. Die Bundeskasse würde schon sehr bald im Geld schwimmen und nicht mehr wissen wohin damit. Man könnte mit diesen Bussgeldern zum Beispiel die Steuern das armen Mannes kürzen oder eben  - und dafür setze ich mich ein: Den tapferen KMU-Managern einen Mindestlohn von 12:1 finanzieren. Also der Bund bezahlt den KMU Betrieben - und übrigens: Die KMU Betriebe sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft - die Lohndifferenz für den Scheff!

Also bitte Initiative annehmen, damit die Chefs der KMUs endlich einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit bekommen und 12 x mehr als ihre Mitarbeiter verdienen.


Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche

Euer Flaschengeist
Markus

Freitag, 1. November 2013

Ich flüchte

Da sehe ich Schwarz, Rabenschwarz. Nein, stimmt nicht ganz. Grundsätzlich bin ich ja ein positiv denkender Mensch und müsste sagen: "Boahhh, wie geil ist denn das? Da freue ich mich aber, hoffentlich geht es besser schon heute als morgen los!"

Man muss sich nur mal kurz überlegen, was so ein Entscheid für Türen öffnen würde. Wahnsinn, da gäbe es Möglichkeiten ohne Ende. Der Fantasie wären keine Grenzen mehr gesetzt.

Wie gesagt: Ich bin ein positiv denkender Mensch obwohl das Thema ganz und gar nicht lustig ist. Unsere Klima verändert sich unaufhaltsam, Naturkatastrophen sind an der Tagesordnung. Wir alle sind davon betroffen. Nach neusten Berechnungen des Weltklimarates soll es in 70 Jahren in der Schweiz keinen einzigen Gletscher mehr geben, in 50 Jahren wird der Meeresspiegel um 80 cm gestiegen sein und somit würden auf der Landkarte Holland, die Malediven, Venedig, Tuvalu, Nauru, Fidschi, Salomonen, Kiribati fehlen. Ganze Inselstaaten werden fehlen mitsamt ihren Bewohnern. Nein, das ist nicht lustig. Das ist eine ganz ernste Angelegenheit.

Weil diesen Menschen ihre Lebensgrundlage - Grundlage im wahrsten Sinne des Wortes - entzogen wird, werden sie zu sogenannten Klimaflüchtlingen. Toll, wenn das Schule machen würde, das jemand weil ihm die Lebensgrundlage entzogen wird, in einem anderen Land Asyl beantragen kann, dann, Wow, dann mach ich das auch!



Dazu kommen mir Tausend Gründe in den Sinn, Hipp Hipp Hurra! Also ich werde in irgend einem schönen Land Asyl beantragen, weil es in 50 Jahren in der Schweiz:

  • nur noch Staus gibt
  • die AHV Pleite ist
  • die IV Pleite ist
  • die Steuern zu hoch sind
  • die Altersheime überfüllt sind
  • nur noch Bullshit Staffeln im TV gesendet werden
  • keine Nachtclubs mehr gibt
  • zuviele Gesetze gibt
  • Elektrosmog mich zur Flucht zwingt
  • nur noch dicke Menschen rumlaufen
  • keine Flugzeuge mehr in Zürich landen dürfen
  • eine neue annerkannte Religionsgemeinschaft namens Facebook geben wird
  • nur noch Nahrungsergänzungsmittel zu essen geben wird
Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Ganz nach dem Motto: Denk dir was nettes aus und beantrage Asyl.

Ich weiss schon wohin ich in 50 Jahren flüchten werde: Ich werde in eine kleine gemütliche Holzkiste flüchten, weil es vor lauter Flüchtlingen keinen Platz mehr für mich hat. Und weil wohl meine Zeit um sein wird.


Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus