Was ist los mit unserer schönen Barockstadt? In Solothurn rockt ausser dem Kofmehl und dem ELEVEN so gar nichts mehr. Da wartet man auf die HESO und redet sich ein, dass Besucher von Nah und Fern in die Stadt strömen und wird bitter enttäuscht, dann hofft man, dass das Weihnachtsgeschäft Mensch und Geld in die Stadt spült, hofft auf einen tollen Frühling und damit auf Menschentrauben vor den Schaufenstern. Man hofft und hofft und hofft.
Was ist los mit Solothurn, seinen Geschäften und Beizen, die den Impuls geben und die Lebensader unserer schönen Stadt sind?
Donnerstag Abend, Wetter schön, Temperaturen angenehm: Ich mache einen Bummel durch die Stadt. Es ist 20 Uhr. Oder halt, ist es doch schon nach 21 Uhr? Ich checke nochmals meine Uhr. Nein, es ist 20 Uhr. Was ist passiert? Ein Epedemie? Bin ich der letzte Überlebende? Oder wurde das WM-Finale vorgezogen? Solothurn ist wie ausgestorben, leer und gespenstig still.
Donnerstag Abend: Seit ich denken kann hat Solothurn als einzige Stadt weit und breit Abendverkauf. (Für diejenigen die es nicht wissen oder wieder vergessen haben: Die Geschäfte haben bis 21.00 Uhr geöffnet). Solothurn war mit diesem Ladenöffnungskonzept trendsetting in der Schweiz. Man könnte behaupten Solothurn war wegweisend und vorausschauend und hat unsere Konsum- und Zerstreuungsgesellschaft und die Liberalisierung der Öffnungszeiten vorausgesehen und hat in weiser Voraussicht gehandelt. Ja, das war einmal.
Und was ist heute? Der Treffpunkt am Manorbrunnen ist verwaist, der Märetplatz ist leer. Okay, vielleicht findet Solothurn am Landhausquai statt. Nein, auch nicht. Es ist wohl doch noch etwas zu feucht und kühl. Solheure? Für einen Donnerstagabend… trostlos. Gasbar, Tiger, Wengihaus dito. Aber okay. Es ist ja auch noch nicht Ladenschluss. Oder doch? Die Ladenbesitzer machen das was jeder macht wenn es schlecht läuft: Protektionismus. Jeder schaut auf sich und nicht mehr auf die andern. Es wird kurzerhand oder vielleicht eher schleichend der Solothurner Abendverkauf boykottiert. Die Ladenöffnungszeiten sind nicht mehr geregelt. Nein, jeder macht was er für richtig hält. Viele Geschäfte schliessen schon um 18.30 Uhr andere um 19.30 wieder andere um 20.00 Uhr, einer sogar um 20.45 Uhr. Ein paar Tapfere halten bis um 21.00 Uhr durch. Wie lange noch? Aber auch die Beizen sind nicht besser. An bester Lage werden bei Ladenschluss flugs die Tische hochgeklappt.
Nein, das ist kein Einkaufs- Stadterlebnis mehr. Das ist deprimierend. Da begehen die Läden Selbstmord auf Raten und die Mutter aller Läden, die Stadtvereinigung, unternimmt nichts. Traurig. Keine Innovationen, kein Gegensteuer. Hauptsache gäng wie gäng. Ganz nach dem Motto: Wer sich als erster bewegt fliegt raus.
Jetzt ist natürlich guter Rat teuer. Nein, ist er nicht. Solothurn braucht das Rad nicht neu zu erfinden. Es gibt genügend Städte und gute Beispiele wie es funktionieren könnte. Wir alle sind viel gereist und wissen was toll und gut ist.
Ja aber: … das ist nicht so einfach, das geht in Solothurn nicht, ja aber der Märet am Samstag, das braucht neue Gesetze, da mach ich nicht mit… Eben, wer sich zuerst bewegt hat verloren.
Solothurn, meine Heimatstadt verlass mich nicht, ich liebe Dich! Wir tun alles dafür, dass es nicht wieder heisst: „Psst, Solothurn schloft“.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Was ist los mit Solothurn, seinen Geschäften und Beizen, die den Impuls geben und die Lebensader unserer schönen Stadt sind?
Donnerstag Abend, Wetter schön, Temperaturen angenehm: Ich mache einen Bummel durch die Stadt. Es ist 20 Uhr. Oder halt, ist es doch schon nach 21 Uhr? Ich checke nochmals meine Uhr. Nein, es ist 20 Uhr. Was ist passiert? Ein Epedemie? Bin ich der letzte Überlebende? Oder wurde das WM-Finale vorgezogen? Solothurn ist wie ausgestorben, leer und gespenstig still.
Donnerstag Abend: Seit ich denken kann hat Solothurn als einzige Stadt weit und breit Abendverkauf. (Für diejenigen die es nicht wissen oder wieder vergessen haben: Die Geschäfte haben bis 21.00 Uhr geöffnet). Solothurn war mit diesem Ladenöffnungskonzept trendsetting in der Schweiz. Man könnte behaupten Solothurn war wegweisend und vorausschauend und hat unsere Konsum- und Zerstreuungsgesellschaft und die Liberalisierung der Öffnungszeiten vorausgesehen und hat in weiser Voraussicht gehandelt. Ja, das war einmal.
Und was ist heute? Der Treffpunkt am Manorbrunnen ist verwaist, der Märetplatz ist leer. Okay, vielleicht findet Solothurn am Landhausquai statt. Nein, auch nicht. Es ist wohl doch noch etwas zu feucht und kühl. Solheure? Für einen Donnerstagabend… trostlos. Gasbar, Tiger, Wengihaus dito. Aber okay. Es ist ja auch noch nicht Ladenschluss. Oder doch? Die Ladenbesitzer machen das was jeder macht wenn es schlecht läuft: Protektionismus. Jeder schaut auf sich und nicht mehr auf die andern. Es wird kurzerhand oder vielleicht eher schleichend der Solothurner Abendverkauf boykottiert. Die Ladenöffnungszeiten sind nicht mehr geregelt. Nein, jeder macht was er für richtig hält. Viele Geschäfte schliessen schon um 18.30 Uhr andere um 19.30 wieder andere um 20.00 Uhr, einer sogar um 20.45 Uhr. Ein paar Tapfere halten bis um 21.00 Uhr durch. Wie lange noch? Aber auch die Beizen sind nicht besser. An bester Lage werden bei Ladenschluss flugs die Tische hochgeklappt.
Nein, das ist kein Einkaufs- Stadterlebnis mehr. Das ist deprimierend. Da begehen die Läden Selbstmord auf Raten und die Mutter aller Läden, die Stadtvereinigung, unternimmt nichts. Traurig. Keine Innovationen, kein Gegensteuer. Hauptsache gäng wie gäng. Ganz nach dem Motto: Wer sich als erster bewegt fliegt raus.Jetzt ist natürlich guter Rat teuer. Nein, ist er nicht. Solothurn braucht das Rad nicht neu zu erfinden. Es gibt genügend Städte und gute Beispiele wie es funktionieren könnte. Wir alle sind viel gereist und wissen was toll und gut ist.
Ja aber: … das ist nicht so einfach, das geht in Solothurn nicht, ja aber der Märet am Samstag, das braucht neue Gesetze, da mach ich nicht mit… Eben, wer sich zuerst bewegt hat verloren.
Solothurn, meine Heimatstadt verlass mich nicht, ich liebe Dich! Wir tun alles dafür, dass es nicht wieder heisst: „Psst, Solothurn schloft“.
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen