Freitag, 8. November 2013

12 : 1 aber sofort!

Im Prinzip verstösst es gegen meine ethischen Regeln diesen Newsletter als politisches Blasinstrument zu missbrauchen. Aber pahh, was hat Politik schon mit Ethik gemeinsam? Darum posaune ich es hier offen und ehrlich heraus:

Her mit der 1:12 Initiative. Ich will sie!

Warum?

Weil ich dann verdammt noch mal das Recht hätte, 12 x mehr zu verdienen, als der Mitarbeiter mit dem geringsten Lohn = 12 : 1. Cool, ab Dezember hätte ich somit einen Lohn von sage und schreibe 48'000.00 Schwiizer Fränkli! Da sag ich nur: "Schrei vor Glück"!

Für mich als simplen Flaschengeist ist der Umkehrschluss nur logisch - Nein, ich fordere ihn sogar: Wenn schon die Topsaläre der Topmanager der Topfirmen kontrolliert werden und maximal 12 x so hoch sein dürfen, wie die des kleinsten Mitarbeiters, dann muss ja wohl auch sichergestellt werden, dass der Chef einer kleinen KMU mindestens 12 x mehr als sein Mitarbeiter verdient. Voilà!



Wie das? Nichts einfacher als das.

Also wenn nun am 24. November 2013 die 1:12 Initiative angenommen wird und Bitte: stimmt JA, ich will schliesslich 48'000 Franken Lohn, dann hätte das eine Änderung der Schweizer Bundesverfassung zur Folge.

Das Parlament müsste dann das OR - Obligationenrecht anpassen. Das OR regelt das Privatrecht wie auch Gesellschaftsrecht und Arbeitsvertrag in der Schweiz. Ein Missachtung des OR hätte dann eine Strafverfolgung gemäss Strafgesetzbuch zur Folge. Im Strafgesetzbuch würde geregelt, wie hoch die Strafe für eine überrissene Lohnzahlung wäre:

Also wenn nun die Firma X statt einen Lohn von maximal 1:12 einen Lohn von 1:50 ausbezahlt, dann wäre das beim Mindestlohn von 4'000 Franken für den Topmanager 200'000 Franken Monatslohn. Das wäre gemäss Strafgesetzbuch ein krasses Verbrechen und die Firma X würde sehr empfindlich bestraft werden. Die Busse müsste mindestens 1 Million Franken im Monat sein. Sonst würde die Firma X die Busse einfach mit dem Portokässeli bezahlen und alle würden sich ins Fäustchen lachen.

Wie immer streicht dann die Bundeskasse diese Bussen ein. Die Bundeskasse würde schon sehr bald im Geld schwimmen und nicht mehr wissen wohin damit. Man könnte mit diesen Bussgeldern zum Beispiel die Steuern das armen Mannes kürzen oder eben  - und dafür setze ich mich ein: Den tapferen KMU-Managern einen Mindestlohn von 12:1 finanzieren. Also der Bund bezahlt den KMU Betrieben - und übrigens: Die KMU Betriebe sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft - die Lohndifferenz für den Scheff!

Also bitte Initiative annehmen, damit die Chefs der KMUs endlich einen gerechten Lohn für ihre harte Arbeit bekommen und 12 x mehr als ihre Mitarbeiter verdienen.


Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche

Euer Flaschengeist
Markus

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