Eigentlich, also prinzipiell, das heisst grundsätzlich, schreibe ich nie etwas über mich in diesem Newsletter. Der Newsletter ist auch keine versteckte Hausaufgabe von meinem Psychotherapeuten - das hat er mir jedenfalls mal gesagt. Und Tagebuch schreiben hab ich eh nie gemocht.
Nun gut, Regeln sind bekanntlich dazu da, sie zu brechen, respektive Ausnahmen zu machen. Und weil ich heute Geburtstag habe (also wenn ihr das lest, und ich weiss ja nicht wann ihr es lest: Geburtstag habe ich gemäss meiner geliebten Mutter, jedes Jahr immer am 5. September) mache ich mal eine Ausnahme.
Die Geschichte die ich euch erzähle, ist so fantastisch, sie könnte direkt von Pandora stammen. Also dem Heimatplaneten der Na'vi. Für alle die in Nordkorea aufwuchsen und nie in einem Kino waren: es handelt sich um den Science Fiction Film namens "Avatar".
Also: Zur Zeit bin ich rund um Sardinien und Korsika am Segeln. Aber das interessiert euch eh nicht. By the way: Segeln ist fantastisch. Es ist etwas für Körper und Geist. Vor allem wenn man nicht in den geld- und testosteronstrotzenden Häfen vor Anker geht, sondern in verträumten, einsamen Buchten.
In einem Anflug von Melancholie gingen wir in der Bucht von "Figari" für die Nacht vor Anker. Herrlich: Bilderbuch Sonnenuntergang, ein feines Essen und gute korsische Weine, die mit jedem Schluck besser wurden. Nachdem ich den dazugehörenden Abwasch gemacht hatte, bekam ich Lust (nein, wir sind nur Männer auf dem Boot) auf einen Mitternachtsschwumm in der Bucht. Ja und nun glaubt es oder glaubt es nicht: Ich dachte immer der Film "Life of Pi" sei Science Fiction. Aber als ich mutig in das rabenschwarze Meer tauchte, blieb mir beinahe das Herz vor Unglaube stehen und ich wurde eines viel, viel Besseren belehrt: Mit jeder Schwimmbewegung begann das Wasser um mich herum zu leuchten. Ich glitt durch das Wasser wie durch Sternenstaub. Das Wasser, das ich durch meine Schwimmbewegungen berührte, fing völlig surreal an zu leuchten und zu glühen. Wahnsinn, total ausserirdisch, wie nicht von dieser Welt.
Bei diesem seltenen Phänomen handelt es sich um leuchtendes Plankton. Bei Berührung produzieren diese Einzeller, mit dem wunderschönen Namen "Noctiluca milaris", ein intensives fluoreszierendes Licht. Dieses Licht erzeugen sie, um ihre Feinde zu verwirren. Ich finde: Eine wunderschöne, friedliche Art seine Angst auszudrücken.
Für mich eines der schönsten Erlebnisse in meinem kurzen Leben.
Peace!
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus
Nun gut, Regeln sind bekanntlich dazu da, sie zu brechen, respektive Ausnahmen zu machen. Und weil ich heute Geburtstag habe (also wenn ihr das lest, und ich weiss ja nicht wann ihr es lest: Geburtstag habe ich gemäss meiner geliebten Mutter, jedes Jahr immer am 5. September) mache ich mal eine Ausnahme.
Die Geschichte die ich euch erzähle, ist so fantastisch, sie könnte direkt von Pandora stammen. Also dem Heimatplaneten der Na'vi. Für alle die in Nordkorea aufwuchsen und nie in einem Kino waren: es handelt sich um den Science Fiction Film namens "Avatar".
Also: Zur Zeit bin ich rund um Sardinien und Korsika am Segeln. Aber das interessiert euch eh nicht. By the way: Segeln ist fantastisch. Es ist etwas für Körper und Geist. Vor allem wenn man nicht in den geld- und testosteronstrotzenden Häfen vor Anker geht, sondern in verträumten, einsamen Buchten.
In einem Anflug von Melancholie gingen wir in der Bucht von "Figari" für die Nacht vor Anker. Herrlich: Bilderbuch Sonnenuntergang, ein feines Essen und gute korsische Weine, die mit jedem Schluck besser wurden. Nachdem ich den dazugehörenden Abwasch gemacht hatte, bekam ich Lust (nein, wir sind nur Männer auf dem Boot) auf einen Mitternachtsschwumm in der Bucht. Ja und nun glaubt es oder glaubt es nicht: Ich dachte immer der Film "Life of Pi" sei Science Fiction. Aber als ich mutig in das rabenschwarze Meer tauchte, blieb mir beinahe das Herz vor Unglaube stehen und ich wurde eines viel, viel Besseren belehrt: Mit jeder Schwimmbewegung begann das Wasser um mich herum zu leuchten. Ich glitt durch das Wasser wie durch Sternenstaub. Das Wasser, das ich durch meine Schwimmbewegungen berührte, fing völlig surreal an zu leuchten und zu glühen. Wahnsinn, total ausserirdisch, wie nicht von dieser Welt.
Bei diesem seltenen Phänomen handelt es sich um leuchtendes Plankton. Bei Berührung produzieren diese Einzeller, mit dem wunderschönen Namen "Noctiluca milaris", ein intensives fluoreszierendes Licht. Dieses Licht erzeugen sie, um ihre Feinde zu verwirren. Ich finde: Eine wunderschöne, friedliche Art seine Angst auszudrücken.
Für mich eines der schönsten Erlebnisse in meinem kurzen Leben.
Peace!
Mit einem verzerrten Blick aus meiner kleinen Flasche
Euer Flaschengeist
Markus

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen